Sprunglinks

Zuständigkeitsfinder - Finden Sie Ihre Informationen!

Suche über Zuständigkeiten

Beantragung von Ausbildungsförderung für ein Studium (einschließlich Praktikum) in Deutschland (BAföG - Studierende)
 
  • Seite drucken
  • Seite weiterempfehlen
  • Fester Link (Deeplink)
« zurück

Beantragung von Ausbildungsförderung für ein Studium (einschließlich Praktikum) in Deutschland (BAföG - Studierende)

Leistungsbeschreibung

Studierende erhalten auf Antrag bei nachgewiesenem Bedarf ab Beginn der Ausbildung Förderung in Form eines Zuschusses (50 %) und eines zinslosen Darlehens (50 %). Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Das zinslose Staatsdarlehen wird später in niedrigen Raten zurückgezahlt, höchstens bis zu 10.000 €. Gefördert werden das Studium und das Praktikum (§ 17 BAföG).

Die Förderung und deren Höhe richten sich nach den geltenden Bedarfssätzen. Sie sind abhängig vom Einkommen und Vermögen der/des Studierenden und - da die Förderung grundsätzlich familienabhängig erfolgt - vom Einkommen der Eltern und des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners. Soweit im Gesetz festgelegte Freibeträge überstiegen werden, wird dies auf den jeweiligen Bedarfssatz angerechnet und verringert den Förderungsbetrag entsprechend.

In besonders gelagerten Fällen, beispielsweise beim Besuch des Kollegs oder wenn die/der Studierende nach Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens fünf Jahre erwerbstätig war, kann eine elternunabhängige Förderung erfolgen (§ 11 Absatz 3 BAföG).

Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind bis 9 Jahre in einem Haushalt leben, erhalten einen Kinderbetreuungszuschlag von 130 € für jedes Kind als nicht rückzahlbaren Zuschuss (§ 14b BAföG).

Über die Entscheidung erhält die/der Studierende einen schriftlichen Bescheid. Bei einem positiven Bescheid werden die Zahlungen monatlich im Voraus auf das angegebene Konto überwiesen.

Die Förderung erfolgt grundsätzlich bis zum Ende der Regelstudienzeit. Darüber hinaus ist eine Förderung möglich, wenn besondere Voraussetzungen vorliegen und diese für die Studienverzögerung ursächlich sind, beispielsweise Schwangerschaft, Erziehung eines Kindes bis zu 10 Jahren, Mitwirkung in satzungsmäßigen Organen der Selbstverwaltung der Studierenden an den Hochschulen (§ 15, § 15a BAföG).

Nach dem Ende der (verlängerten) Förderungshöchstdauer kann für die Dauer von bis zu 12 Monaten Studienabschlusshilfe geleistet werden, wenn die/der Studierende spätestens innerhalb von 4 Semestern nach diesem Zeitpunkt zur Abschlussprüfung zugelassen wird und die Prüfungsstelle bescheinigt, dass innerhalb der Abschlusshilfedauer der Abschluss erreicht werden kann. Die Leistung erfolgt als verzinsliches Bankdarlehen (§ 15 Absatz 3a, § 18c BAföG).

Elektronische Antragstellung

Ausfüllbare Formblätter finden Sie nach der Ort/Ortsteil - Eingabe bei dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Die ausgefüllten, ausgedruckten und unterschriebenen Formblätter nebst Anlagen können Sie eingescannt per E-Mail an das für Sie zuständige Amt für Ausbildungsförderung senden.

Die ausgefüllten Formblätter können Sie als pdf-Datei nebst Anlagen von Ihrer De-Mail-Adresse an die De-Mail-Adresse des für Sie zuständigen Amtes für Ausbildungsförderung senden. Die De-Mail ersetzt die Unterschrift.

An wen muss ich mich wenden?

Zuständig sind die Ämter für Ausbildungsförderung beim Studierendenwerk Thüringen. Maßgebend ist der Studienort (Eisenach, Erfurt, Gera, Ilmenau, Jena, Nordhausen, Schmalkalden, Weimar).

Wenn Sie den Studienort im Feld "Ort/Ortsteil" eintragen, finden Sie das zuständige Amt für Ausbildungsförderung.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Förderung ist, dass Sie die erforderlichen Mittel für Ihren Lebensunterhalt und die Ausbildung nicht anderweitig aufbringen können.

Zudem müssen Sie die persönlichen Voraussetzungen erfüllen:

  • Ausbildungsförderung erhalten neben Deutschen auch ausländische Personen. Die konkreten Voraussetzungen für eine Gleichstellung hängen von ihrem jeweiligen Aufenthaltsstatus ab (§ 8 BAföG).
  • Weitere persönliche Voraussetzung ist in der Regel ein Höchstalter von 29 Jahren bei Studienbeginn, bei Masterstudiengängen gilt grundsätzlich ein Höchstalter von 34 Jahren.

Es muss sich um eine Vollzeitausbildung handeln.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Förmlicher Antrag (siehe amtliche Formblätter)
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Einkommensnachweise der Eltern, gegebenenfalls des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners
  • Steuerbescheid vom vorletzten Kalenderjahr oder elektronische Lohnsteuerbescheinigung vom vorletzten Kalenderjahr, Arbeitslosenbescheid etc.

Welche Anlagen Sie beifügen müssen, ergibt sich auch aus den Formblättern.

Gegebenenfalls werden weitere Unterlagen benötigt. Hierüber informiert Sie das zuständige Amt für Ausbildungsförderung.

Welche Gebühren fallen an?

Keine.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Förderung beginnt mit dem Monat der Aufnahme der Ausbildung, frühestens jedoch ab dem Monat der Antragstellung. Die Ausbildungsförderung wird in der Regel für einen Zeitraum von zwölf Monaten (Wintersemester und Sommersemester) bewilligt. Danach muss jeweils ein Weiterförderungsantrag gestellt werden.

Es empfiehlt sich, den Antrag rechtzeitig vor Ausbildungsbeginn zu stellen. Dies kann fristwahrend auch zunächst formlos erfolgen.

Anträge / Formulare

Der Antrag muss beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung schriftlich gestellt werden.

Ausfüllbare Formblätter finden Sie nach der Ort/Ortsteil - Eingabe bei dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Die Formblätter werden auch bei den Ämtern für Ausbildungsförderung bereitgehalten.

Für die zur Feststellung des Anspruchs erforderlichen Angaben müssen die bundeseinheitlichen Formblätter verwendet werden.

Was sollte ich noch wissen?

Ein Bachelor-Studiengang ist grundsätzlich als erste berufsqualifizierende Ausbildung förderfähig. Wurde bereits ein Diplom oder ein anderer Hochschulabschluss erlangt, bevor der Masterstudiengang aufgenommen wird, ist das Studium in der Regel nicht mehr förderfähig.

Bei Verzögerung der Aufnahme oder der Durchführung des Studiums sowie dem Wechsel von Studiengängen sollten Sie sich unbedingt vorab vom zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beraten lassen.

Auch bei Fragen zu den Leistungen und zum Antrag wenden Sie sich bitte ausschließlich und möglichst frühzeitig vor Beginn der Ausbildung an das für Sie zuständige Amt für Ausbildungsförderung. Dieses wird Sie individuell beraten.

Unterstützende Institutionen

Informationen erhalten Sie auch über die BAföG-Hotline: +49 800 223-6341 (kostenfrei)

Fachlich freigegeben durch

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG)

Fachlich freigegeben am

11.07.2016
Haben Sie nicht das gefunden, was Sie finden wollten? Versuchen Sie es mit anderen Suchbegriffen oder finden Sie Ihre Information über "Leistungen A-Z" oder über "Leistungen nach Kategorien".

Ihre Meinung ist uns wichtig! Für Anregungen und sachliche Kritik sind wir dankbar! Schreiben Sie einfach eine Mail mit dem Betreff "Zuständigkeitsfinder" an unser Servicecenter unter: support@servicecenter.thueringen.de oder nutzen Sie das Kontaktformular.
Finden Sie Behörden oder lassen Sie sich regionale Hinweise und alle verfügbaren Formulare für Ihren Wohnort anzeigen. Sie können dazu das Ortssuchfeld oben links benutzen.